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Wo die Bahnen schweben und die Ritter ihre Schwerter kaufen – mit Kindern in Solingen

Wer das Bergische Land bereist, am Wochenende oder im (Kurz-)Urlaub, wird hier angenehm überrascht. Wir waren in Solingen unterwegs – leider dieses Mal außerhalb der Schulferien, ohne unsere Kinder. Aber bestimmt kommen wir nochmal mit unseren Familien hierher: Denn auf kleinstem Raum bieten sich spannende Wanderungen mit ganz viel Natur und Kultur an, die auch Kids fasziniert.

Unser Routentipp: Wir nehmen den Nahverkehrszug vom Solinger Hauptbahnhof oder von Solingen-Mitte in Richtung Remscheid. Wir steigen jedoch am beschaulichen Bahnhof Solingen-Schaberg aus, um die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands zu entdecken. Von Schaberg führt ein kurzer, etwa zwanzigminütiger Spazierweg zunächst direkt an der Bahnstrecke entlang. Dann geht es hinab zum Flusslauf der Wupper. Das dicht bewaldete Tal ist tief eingeschnitten und prägt das gesamte Bergische Land. Für die Kinder wurde ein extra spannender „Abenteuerweg“ angelegt. An Seilen, Klettertreppen und Riesenstufen kraxeln die Kinder hinab oder hinauf, und werden diesen Wanderpfad sicher garantiert nicht langweilig finden.

Eine filigrane Riesenbrücke übers Wuppertal

Nach einigen Schritten fällt der Blick durch die Bäume auf die atemberaubende Müngstener Brücke, deren eleganter Bogen die Wupper überspannt. Die 1894-97 erbaute Stahlkonstruktion ragt 107 Meter hoch. Nicht nur für Kids ist es spannend, alle zehn oder zwanzig Minuten die S-Bahnen hoch oben über die Wupper fahren zu sehen. Wer in der echten Schwebebahn übers Wasser gleiten möchte, kann übrigens auch einen Abstecher nach Wuppertal unternehmen. Der Schwebebahnhof Wuppertal-Vohwinkel befindet sich etwa 15 Kilometer flussaufwärts von Müngsten und Solingen-Schaberg.

Im Brückenpark der Müngstener Brücke wurden zahlreiche Plateaus angelegt, die teils über die munter plätschernde Wupper hinausragen. Von diesen Plattformen aus bieten sich herrliche Blicke auf den stählernen Riesenviadukt. Wenn sich Groß und Klein an der atemberaubenden Konstruktion sattgesehen haben, geht es weiter auf dem Wanderweg Richtung Schloss Burg. Direkt an den Hängen des Tals führt der gut begehbare Weg oberhalb der Wupper nach Unterburg. Unterwegs wandern wir durch dichte Nadel- und Buchenwälder. Dabei genießen wir den Blick auf kleine Felsen sowie auf die unter uns fließende Wupper. In dem beschaulichen Dörfchen Unterburg, das wir nach rund vier Kilometern erreichen, fühlen sich die Wanderer in eine andere Zeit zurückversetzt. Hübsche Fachwerkhäuser, urige Cafés, in denen die gehaltvolle Bergische Kaffeetafel serviert wird, und ein Sessellift verströmen das Flair eines Urlaubsortes.

Den Lift lassen wir allerdings „rechts liegen“ – wir nehmen direkt vom kleinen Marktplatz aus den steilen, aber kurzen Fußweg hinauf zum Schloss. Die liebevoll wieder aufgebaute Residenz der Edelleute von Berg, die dem Bergischen ihren Namen gaben, thront etwa 100 Höhenmeter über Unterburg. Mit dem mächtigen Bergfried, dem Burgtor und dem schwarz-weißen Fachwerk könnte sie auch für eine Playmobil-Ritterburg Pate gestanden haben. Wir genießen den Panoramablick auf das Tal und die umliegenden Hügel des Bergischen Landes. Für Großfamilien oder für den Plausch mit anderen Wanderer ideal: Hier oben rasten wir auf der längsten Bank Deutschlands, die aus einem Stück Holz gefertigt wurde. Ihre Rückenlehne besteht aus einem 22 Meter langen Stamm einer Bergischen Kiefer. Gut erholt, geht es über das Eschbachtal und Westhausen über idyllische Waldwege zurück nach Müngsten und Schaberg.






Und wo bekommen die Ritter ihre Schwerter her?

Aus Solingen natürlich, genau wie die „Klingenstadt“ eine der weltweit bedeutendsten Produktionsstätten für Scheren, Messer und andere Klingen war und ist. Noch vor dem Ruhrgebiet boomte die Region Solingen-Remscheid und Elberfeld-Barmen (aus denen später Wuppertal wurde). Denn die stramme Strömung der Wupper trieb die Schmiedehämmer an, schon bevor die Dampfmaschine die Industrialisierung einleitete. Eltern und Kinder können die spannenden Geschichten rund um die Schneidewerkzeuge im Deutschen Klingenmuseum erleben. Es befindet sich in Gräfrath im Norden Solingens (mit Auto oder Bahn und Bus etwa 20 Minuten von der Müngstener Brücke).

Der Clou: Neben dem eigentlichen Klingenmuseum, das eine der weltweit größten Sammlungen an Essbestecken beherbergt, befindet sich das Kindermuseum. In einer historischen Villa können die Kinder spielerisch alles über historische Blankwaffen (Schwerter, Dolche und Degen), Arbeitsklingen und Essgeräte lernen. Ein schlauer Zwerg spornt die Kinder an, ihren Entdeckerdrang an den Mitmachstationen auszuleben.

Mit vielen neuen Eindrücken wandern wir vom Klingenmuseum, das sich in einem alten Klostergebäude befindet, an der Kirche vorbei rund 70 Treppenstufen hinab. So gelangen wir auf den Gräfrather Marktplatz. Er wird von vielen historischen Häuserfassaden gesäumt. Hier genießen wir einen Kaffee, ein Eis oder eine frisch gebackene Waffel in einem der Cafés. So lassen wir den Tag in der Klingenstadt Solingen gemütlich „ausklingen“…

… nicht ohne bei der Firma vorbeizuschauen, die Kinder und Erwachsene froh macht

Durch Zufall haben wir es auf dem Heimweg zwischen Gräfrath und Solingen-Mitte entdeckt: Solingen ist nicht nur eine Klingenstadt, sondern auch eine Hochburg der Gummibärchen-Produktion. An der Wuppertaler Straße ist die Süßwarenfabrik nicht zu übersehen. Im Fabrikverkauf können sich große und kleine Leckermäuler mit Eimern voller Fruchtgummi-Leckereien eindecken. Für eine weitere Attraktion, das Laurel & Hardy-Museum in Solingen-Wald, fehlte dann leider die Zeit. Aber die besuchen wir, wenn wir wiederkommen – nicht ohne unseren Kindern vorher unsere „Dick und Doof“-Lieblingsclips auf YouTube zu zeigen…











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