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Mit Kindern Venedig entdecken

Gondeln, Gelato, Paläste und eine Stadt im Wasser
 

Venedig mit Kindern – ein entspannter Spaziergang, abseits von den Touristenströmen

Ende Juni nach Venedig, bei 32 Grad im Schatten und mit einer sechsjährigen Tochter? Wenn wir schon einmal in Norditalien waren, wollten wir die Lagunenstadt auch unbedingt besuchen, trotz  drei Stunden Anreise von unserem Campingplatz am Westufer des Gardasees.


Glockenturm des
Markusplatzes
in Venedig
Foto: camping-mit-kind.de

 

Wir sind mit dem Auto nach Fusina gefahren (ganz einfach den Schildern Venedig-Zentrum und den Fähr-Symbolen folgen, wenn man von der A4 Verona-Venezia kommt). Denn als Normalsterblicher kommt man mit dem Auto gar nicht in das eigentliche Venedig. Man muss die zwischen 8 und 22 Uhr stündlich verkehrende Fußgängerfähre ab Fusina nehmen. Für eine dreiköpfige Familie zahlten wir 32 Euro für einen Tag parken, plus Bootsfahrt nach Venedig. Ein kleiner Stadtplan mit detaillierter Straßenkarte und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist inklusive. Eine Alternative ist der Zug ab Mestre, der über den Damm und die Brückenkonstruktion, die Ponte della Liberta (Brücke der Freiheit) nach Venedig fährt. Das ist inklusive Parken etwa 10 Euro günstiger. Aber wir fanden die Bootsfahrt schöner. So näherten wir uns Venedig von Fusina in 30 Minuten auf dem Wasser, mit herrlich kühlendem Wind und viel Bootsverkehr auf den fast wie in einer Spielzeugwelt genau abgesteckten Fahrrinnen in der weiten Lagune. Auf fast jedem Pfahl im Wasser saß eine andere Möwe, wie zur Begrüßung. So wurde es nicht langweilig für unsere Tochter. Die Fähre passiert den Kreuzfahrthafen, wo riesige Luxusliner die ganze Stadt überragen und wir eine der weltgrößten Privatyachten, die Carinthia (Kärnten) der Kaufhauserbin Heidi Horten sahen. Das schönste war, dass wir uns langsam Venedig näherten. Der schon von weitem sichtbare Glockenturm des Markusplatzes rückte langsam näher: Das war eine tolle Einstimmung auf die historische Stadt, die zu großen Teilen auf tausenden von Eichen- und Ulmenbohlen im Morast steht, und (leider) fast jedes Jahr einige Millimeter absinkt…

Das Boot legt in Zattere an, dem südlichen Stadtteil der Hauptinsel. Gegenüber sieht man die Insel Giudecca, mit einem imponierenden alten Speicher, der zum Luxushotel umgebaut wurde, und mit ganz normalen venezianischen Wohnblocks, die statt von Straßen von Kanälen durchzogen sind. In Zattere angekommen folgten wir nicht den Menschenmassen Richtung Zentrum, sondern gingen zunächst rund 8 Minuten an der Uferpromenade Fondamenta Zattere (vom Bootsausstieg gesehen „rechts“) bis zur Landspitze mit der riesigen weißen Kirche Santa Maria d. Salute. Hier pausierten wir auf den Treppen, angenehm im Schatten: mit Blick auf die Ausfahrt des Canale Grande, auf dem zahlreiche Vaporetto-Boote, die venezianischen „Straßenbahnen zu Wasser“, hin- und herfahren. Nun ging es die schmale und dadurch angenehm schattige  Calle della Chiesa und Calle Nouvoa S. Aghese hindurch. Hier finden sich  zahlreiche  Glaswerkstätten, die nicht nur die allgegenwärtige Murano- und Burano-Glaskunst verkaufen, sondern auch vor Ort im Laden die berühmten bunten Glas-Schmuckstücke herstellen. Das war wirklich spannend und gar nicht so touristisch wie erwartet. Unsere Tochter durfte sich für erstaunlich wenig Euro einige Ausschuss-Stücke als hübsche bunte „Schätze“ aussuchen.







Gondolieri in Venedig
Foto: camping-mit-kind.de

 

So gelangten wir zur Brücke Ponte dell’Accademia, die wie eine hölzerne Freitreppe herrliche Ausblicke auf den Canale Grande und den Palazzo Barbaro bietet, in dem eine Picasso-Ausstellung stattfand. Wir wollten aber weiter zum Markusplatz. Wir folgten den Schildern und bogen am hübschen, weitläufigen Platz Campo Francesco Morosini rechts in die kleine Gasse Richtung Campo Maurizio und Campo del Traghetto ein. Dann stürzten wir uns auf wenigen hundert Metern in das Getümmel der Einkaufsstraße  Viale 22 Marzo. Zwischendurch boten sich aber immer wieder Blicke auf kleine, idyllische Kanäle wie den Rio Santissimo, wo die Gondolieri mit ihren mit Plüsch ausgestatteten Gondeln italienische Lieder schmetterten: Kitschig, aber einmalig! Nur eine Gondelfahrt selbst war uns mit den angebotenen 80-100 Euro zu teuer. Nach 10 Minuten waren wir auf dem weitläufigen Markusplatz mit den tausenden Tauben und dem fast unwirklich schönen Dom nebst Dogenpalast. Am prunkvollen Domportal bestaunte unsere Tochter den golden schimmernden venezianischen Löwen, umrahmt von Engel- und Pferdestatuen. Beeindruckend war auch der Blick vom Wasser auf die gegenüberliegende Isola di San Giorgio Maggiore. Die Klosterinsel sieht architektonisch wie ein Spiegelbild des Markusplatzes aus, besonders, weil ihr Glockenturm genauso schön und fast genauso hoch ist.

Vom Markusplatz ziehen viele weiter zur Rialtobrücke, oder umgekehrt, deshalb haben wir versucht, eine Nebenstrecke zu gehen. Wir sind von der Piazza San Marco Richtung Calle d. Barcaroli, Calle d. Fruttaroli zum weltberühmten Opernhaus Gran Teatro La Fenice gegangen, um dann rechts durch Calle d. Caffettieri zum Anleger San Angelo zu gehen. So konnten wir einen anderen Teil der herrlichen Kulisse des Canale Grande bewundern und von der Brücke einen Blick entlang des Canale Grandes auf die rund 300 Meter entfernte Rialtobrücke werfen. Die überdachte, 1591 fertig gestellte Brücke ist wunderschön, aber oft überfüllt und sehr touristisch, deshalb reichte uns der malerische Blick darauf. Das reichte auch für unsere Jüngste, sodass wir uns in einer der Nebengässchen in einer Eisbar erholten. Wir waren überrascht, wie viele kleine Espressobars und auch Ristorantes, die nicht zu 100% von Touristen besucht zu sein schienen, es in Venedig gibt.


Blick auf die Rialtobrücke
in Venedig
Foto: camping-mit-kind.de

 

Von San Angelo ging es in wenigen Gehminuten durch Nebengässchen Richtung Campo Francesco Morosini und über die Ponte dell’Accademia zurück nach Zattere. Bei leckeren Sandwiches im Promenadencafé warteten wir auf das Boot, das im Stundentakt zurück zum Parkplatz nach Fusina fährt. Nach insgesamt vier spannenden Stunden in Venedig mit drei kurzen Trink-, Eis- oder Kaffeepausen war dies ein erholsamer Abschluss! Unsere Tochter war begeistert, dass es in Venedig statt Autos nur Boote gibt. Ob öffentlicher Nahverkehr, Gondeln, Taxis, Künstler, Polizei: alle  sind auf dem Wasser unterwegs, und der Verkehr scheint genau geregelt zu sein. Außerdem beeindruckten uns alle die fast ausnahmslos historischen, meist reich verzierten Gebäude mit dem morbiden Charme.

Ein weiteres Erlebnis waren die zahlreichen offenen Kirchen (sie dürfen von Erwachsenen in der Regel nicht mit ärmellosen Shirts oder Shorts betreten werden). Neben der prunkvollen Einrichtung gab es auch Musik-Ausstellungen und Proben von klassischen Konzerten: auf jeden Fall mal hineinschauen, zum Beispiel in der ehemaligen Kirche San Vidal, von Zattere gesehen kurz hinter der Brücke über den Canale Grande. Wir hatten natürlich weder Zeit noch Muße, uns intensiv mit der Geschichte der einstigen kulturellen und wirtschaftlichen Großmacht Venedig zu beschäftigen. Trotzdem spürte auch unsere Tochter schon, dass Venedig etwas ganz Besonderes ist, und dass ihre Erbauer und Einwohner besonders kunstsinnig waren und heute noch sind.

Für Campingurlauber ist Venedig empfehlenswert, von den vielen Campingplätzen in Cavallino und am Lido di Jesolo ist es ein Katzensprung (von dort Fußgängerfähre von Punta Sabbioni, nicht von Fusina). Aber auch für uns als Gardasee-Camper ist die Lagunenstadt ein lohnender Tagesausflug.











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